„Jetzt wo das Jucken weg ist,ist Paula voller Energie.”
„Jetzt wo das Jucken weg ist,ist Paula voller Energie.”

Welche Medikamente helfen gegen
das Kratzen meines Hundes?

Verschiedene medikamentöse Therapien können Ihren Hund vom lästigen Kratzen befreien

Sie kennen das Sprichwort: „Ein Hund ist auch nur ein Mensch.“ Und manchmal ist es bei Hunden ähnlich wie bei Menschen – bei bestimmten Beschwerden helfen medikamentöse Therapien.

Natürlich werden unsere geliebten Vierbeiner nicht mit Medikamenten für Menschen therapiert, sondern es gibt eigens für Hunde entwickelte und zugelassene Medikamente, die genau auf die Bedürfnisse Ihres kleinen Lieblings abgestimmt sind.

Aufgrund der schnellen Wirksamkeit ist Kortison in akuten Juckreiz-Fällen bisher eine häufig verwendete Behandlungsmethode. Es lindert zwar schnell den Juckreiz, doch können während der Anwendung bereits nach kurzer Zeit unerwünschte Nebenwirkungen auftreten, wie z.B. ein erhöhter, auch nächtlicher Harndrang – ausgelöst durch übermäßigen Durst – sowie eine Gewichtszunahme. Um das zu vermeiden, empfehlen sich neuerdings zur Therapie von allergisch bedingtem Juckreiz kortisonfreie Tabletten. Diese setzen bereits am Anfang der Signalkette für den Juckreiz an und unterdrücken ihn dort, so dass das Bedürfnis zum Kratzen schnell nachlässt. Durch diese Wirkweise wird der Juckreiz schnell und auf besonders verträgliche Art gelindert. Eine kortisonfreie Therapie kann auch während anderer Behandlungen oder parallel zu einem Allergietest durchgeführt werden, da es keine Wechselwirkungen mit anderen Tierarzneimitteln gibt.

Sprechen Sie einfach einmal Ihren Tierarzt an – er berät Sie gerne.

Gegen das Kratzen Ihres Hundes und zur Behandlung von Hautinfektionen werden üblicherweise folgende Hauptgruppen von Medikamenten eingesetzt:


Kortisonfreie Therapien

Entzündungen und Juckreiz, die ein permanentes Kratzen Ihres Hundes zur Folge haben, werden durch sogenannte Botenstoffe ausgelöst. Um Ihren Hund effektiv zu behandeln, muss zum einen die Entzündung bekämpft, sowie zum anderen der Juckreiz und das lästige Kratzen unterbunden werden.

Aus diesem Grund wurden Therapien entwickelt, die gezielt gegen den akuten Juckreiz und das Entzündungsgeschehen wirken. Und dies ganz ohne Kortison. Es handelt sich dabei vielmehr um Medikamente, die genau jene Zellbotenstoffe – beispielsweise Histamin oder Januskinase – hemmen, welche den Juckreiz und das Kratzen verstärken und vermitteln.

Die Januskinase-Hemmung ist die aktuellste und neueste Entwicklung in der Behandlung von Juckreiz und Kratzen bei Hunden. Da es sich bei dieser Behandlungsform um eine sehr verträgliche und wirksame Therapie handelt, welche zudem ohne Kortison auskommt, ist sie oftmals das Mittel der Wahl, um Ihrem vierbeinigen Liebling zu helfen.


Kortisonhaltige Medikamente 

Mit kortisonhaltigen Medikamenten können Sie eine schnelle Linderung der Hautprobleme, sowie des Juckreizes und Kratzen Ihres Hundes erzielen. Aufgrund dessen, dass derartige Medikamente auf unterschiedliche Organfunktionen des Körpers Ihres Hundes einwirken, werden sie auch zur Behandlung einer Vielzahl von Erkrankungen eingesetzt. Insbesondere dann, wenn Ihr Hund wegen des Kratzens über einen längeren Zeitraum Kortison bekommen muss, kann es jedoch zu einer Reihe von Nebenwirkungen kommen. Beispielsweise kann Ihr Tier dann ein erhöhtes Hungergefühl aufweisen, welches unter Umständen zu einer Gewichtszunahme führen kann. Dies ist aber kein Grund zur Besorgnis. Sobald Sie die Kortisonabgabe beenden, klingen in den meisten Fällen, sowie auch sicher bei Ihrem Hund auch, die Nebenwirkungen rasch wieder ab.

Antibiotika  

Leidet Ihr Hund aufgrund einer bakteriellen Infektion an Juckreiz und ständigem Kratzen, dann sollte dies mit einem Antibiotikum behandelt werden. Antibiotika gibt es in verschiedenen Darreichungsformen. Als Tabletten, die Sie Ihrem Hund ein bis mehrmals täglich verabreichen müssen, als Salbe zum Auftragen auf die erkrankten Hautstellen oder auch als Langzeitinjektion, was Ihnen und Ihrem Hund die bisweilen leidliche Tablettengabe erspart. Egal für welche Darreichungsform Sie sich entscheiden – mit Hilfe eines Antibiotikums kann die Infektion effektiv behandelt und das lästige Kratzen Ihres Hundes gezielt behandelt werden.

Antiparasitika   

Manchmal wird das Kratzen bei Ihrem Hund auch durch den Befall mit Parasiten, wie beispielsweise Flöhen, Zecken oder Milben ausgelöst. Dann sollten Sie zu einem sogenannten Spot-on-Mittel greifen, um das Kratzen einzudämmen. Es handelt sich bei diesen Mitteln um eine Lösung, die Sie Ihrem Hund auf die Haut, meist in den Nacken, träufeln. Von hier aus verteilt sich das Medikament über die gesamte Körperoberfläche Ihres Tiers und hilft auf diese Weise das nervige Kratzen zu lindern. Alternativ dazu können Sie Ihrem Hund auch ein systemisches Antiparasitikum verabreichen, um den Parasitenbefall, sowie den daraus resultierenden Juckreiz zu bekämpfen.

Welche der oben genannten Therapieformen optimal für Ihren Hund ist, um das Kratzen und Jucken zu bekämpfen, kann Ihr Tierarzt am besten beurteilen.

Sprechen Sie ihn an!